Die Kuh vom Eis holen

Graphic Design: Lennard Schneider
28.4.2026
In einer Kooperation der Studiengänge Fotografie und Intermediale Gestaltung – initiiert und begleitet durch die Profesorinnen Jana Müller und Kathi Kæppel – widmet sich die Ausstellung »Die Kuh vom Eis holen« der Frage nach zeitgenössischen Utopien. Gemeinsam wurden nach Bildern gesucht, die sich inmitten von Krisen wie Klimawandel, Ressourcenknappheit und sozialer Ungleichheit neuformieren – fragile Entwürfe von Hoffnung, die trotz widriger Bedingungen denkbar sind. Im Verlauf des Seminars wurde deutlich, dass utopisches Denken angesichts der Komplexität nicht auf eine einzelne Problemlösung reduziert werden kann, vielmehr gilt es, eine »ganze Herde« von Herausforderungen in den Blick zu nehmen.
Die entstandenen Arbeiten reichen von einer kritischen Neuinterpretation des Motivs des Schlaraffenlands über eine animierte Waschmaschine als metaphorisches Bild für das Durchspülen strukturell verfestigter Zustände bis hin zu einer Videoarbeit, die Produktionsstandorte eines Rüstungskonzerns dokumentiert. Ergänzt werden diese Positionen durch eine interviewbasierte Arbeit zu Utopie Begriffen im künstlerischen Alltag, Untersuchungen zum Spannungsfeld von Industriekultur und Natur sowie eine VR-Installation, die eine Rückkehr in kindliche Erfahrungsräume ermöglicht.
»Die Kuh vom Eis holen« versammelt künstlerische Ansätze, die Utopie nicht als fertiges Ziel, sondern als offenen Denkraum begreifen, in den gesellschaftliche Verhältnisse neu verknüpft und imaginativ überschritten werden. Mit Arbeiten von Michelle Bochenek, Linnea Fleing, Sarina Glinka, Vincent Gloria Graf, Philine Mai Grzabka, Annika Hauwe, Katrin Kusnierz, Konstantin Pütz, Nathan Robertson, Tom Luca Schmitt, Lennard Schneider und Emilia Stöhr.
Vernissage: Freitag, den 24. April 2026 um 18 Uhr
City of Gold, Altenessener Str. 77, 45141 Essen
Öffnungszeiten: Samstag, den bis Dienstag, den 28. April 2026, 14–18 Uhr sowie nach Vereinbarung.