Peter Miller im C/O Berlin

Peter Miller: The Letter, 2008.

Peter Miller: The Letter, 2008.

Peter Miller: Burnt Hole Sun VIII, 2016.

Peter Miller: Burnt Hole Sun VIII, 2016.

Peter Miller: Polaroid Portrait, 2009.

Peter Miller: Polaroid Portrait, 2009.

Peter Miller: Photuris, 2013.

Peter Miller: Photuris, 2013.

3.12.2021

Als Kind wollte Peter Miller Zauberer werden. Heute ist der in Deutschland lebende US-Amerikaner ein international beachteter Künstler – und seit 2018 Professor für Fotografie und zeitbasierte Medien an der Folkwang Universität der Künste. In seinem Werk (und vielleicht auch in seiner Lehre?) ist seine Liebe für Magie immer noch zu erkennen ist. Zwar arbeitet er vorwiegend mit Film und Fotografie, doch stellt er auch Installationen und Skulpturen her, nimmt Interventionen im Raum vor und schließt an die Performancekunst der 1970er Jahre an. Trotz der materiellen und formalen Vielfalt thematisieren Millers Arbeiten ein inhaltlich abgestecktes Feld: sie erforschen die Geschichte der technischen Medien und kreisen um ihre grundlegenden Elemente wie Chemie und Licht, Publikum und Flicker-Effekt, Optik und Perspektive. Im klassischen Sinn filmt und fotografiert Miller jedoch wenig. Stattdessen minimiert er die übliche technische Anordnung, etwa, indem er auf Kamera, Objektiv oder Linse verzichtet.
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Für die Fachgruppe Fotografie ist es eine große Freude, alle Freundinnen und Freunde künstlerischer Magie auf die erste institutionelle Werkschau von Peter Miller hinzuweisen. Zu sehen ist sie vom 11. September bis zum 3. Dezember im C/O Berlin. Zu sehen sind zentrale Arbeiten aus den letzten fünfzehn Jahren von Peters Schaffens, aber auch zahlreiche neu für die Ausstellung entstandene Werke. Zwei eigens für C/O Berlin entwickelte partizipative Interventionen laden Besucher*innen dazu ein in der Ausstellung zu fotografieren, entweder mit einer besonderen Kamera oder in einer besonderen Umgebung. Ausgehend von Millers fotografischem Werk stellt die Ausstellung darüber hinaus Verbindungen zu den filmischen und performativen Aspekten seines Œuvres her.