Prof. Elisabeth Neudörfl

Elisabeth Neudörfl lehrt seit 2009 als Professorin für Dokumentarfotografie an der Folkwang Universität der Künste und ist darüber hinaus seit dem Sommersemester 2021 Dekanin des Fachbereichs Gestaltung. Nach einer Ausbildung zur Fotografin hat sie an der Fachhochschule Dortmund Foto- und Filmdesign studiert und mit dem Diplom abgeschlossen. Danach folgte ein Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig als Meisterschülerin bei Joachim Brohm, das mit einem Stipendium des Freistaats Sachsen gefördert wurde. Das Buchprojekt „Plan“ (gemeinsam mit Bettina Lockemann) wurde 1997 mit dem Förderpreis des Instituts für Buchkunst an der HGB Leipzig ausgezeichnet und 1999 publiziert. In den Jahren 2003 und 2004 erhielt Elisabeth Neudörfl das Dorothea-Erxleben-Stipendium des Landes Niedersachsen.

Arbeitsschwerpunkte

In ihrer fotografischen Arbeit beschäftigt sich Elisabeth Neudörfl mit gesellschaftlichen, politischen und historischen Fragen. Sie setzt sich hierbei mit einer konzeptuellen Dokumentarfotografie unter semiotischen, phänomenologischen sowie bildnerischen Blickwinkeln auseinander. Eine wichtige Rolle dabei spielt das Fotobuch; Grundlage der Reflexion sind oft Texte aus Bereichen wie Dokumentarfilm, Erzähltheorie, Theater und Soziologie.

Publikationen


Bücher: Plan (Leipzig 1999, mit Bettina Lockemann) ● Future World (Hannover 2002) ● Super Pussy Bangkok (Leipzig 2006) ● E.D.S.A. (Berlin 2010) ● Im Krankenhaus (Leipzig 2018).

Katalogbeiträge (Auswahl): Habitat (Thomas Weski (Hg.): Ruhrblicke, Köln 2010, S. 172–185 ● Ökoton (Inka Schube, Thomas Weski (Hg.): Photography Calling!, Göttingen 2011, S. 146–157) ● Der rheinisch-westfälische Landbote (Friederike Wappler (Hg.): SCHWARZ [ˈʃvaʁʦ], Köln 2018, S. 42–49).

Texte (Auswahl): Photography vs. Visibility: Seeing Unseen Aspects of a City (Visual Resources 26 (2010), S. 13–29). ● Zufall und Auswahl (Joachim Scharioth, Jörg-Peter Schräpler (Hg.): Wege zur Metropole Ruhr – Heimat im Wandel, Essen 2017, S. 24–25). ● Unbefestigt, gepflastert, asphaltiert, begrünt. Oberflächen und Raumeindruck 1972 und heute (ebd., S. 91–92). ● Das Auge des Fotografen (ebd., S. 106–107). ● Hello World – Good bye World – Hello Again. Die Welt, die Dunkelkammer und das Atelier (Christopher Muller (Hg.): The Viehofer Years, Essen 2019, S. 46–47). ● Photographer's Dilemma: “Good” Photography vs. “Good” Architecture (Candide. Journal for Architectural Knowledge, im Erscheinen)

Ausstellungen

der Stadt (Fotogalerie in der Brotfabrik, Berlin, 1998, Solo) ● Plan (Here And Now, Fotobiennale Rotterdam: Positions, Attitudes, Actions, Rotterdam, 2000, mit Bettina Lockemann, Gruppe) ● Future World (Sprengel Museum Hannover, 2002, Solo) ● Deltaville (Expanded Media, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart, 2005, mit Bettina Lockemann, Gruppe) ● Super Pussy Bangkok (Asia City Strangers, Galerie Fotohof, Salzburg, 2006, Gruppe) ● der Stadt (Wege zur Selbstverständlichkeit. Aus der Sammlung des Fotomuseum Winterthur, Winterthur, 2007, Gruppe) ● Super Pussy Bangkok (Hyper Cities / Über Städte, Museum für Asiatische Kunst, Berlin, 2007, Gruppe) ● Von der Straße (Galerie Barbara Wien, Berlin, 2009, Solo). Habitat (Galerie Barbara Wien Wilma Lukatsch, Berlin, 2010, Solo) ● Habitat (Ruhrblicke, Sanaa-Gebäude, Zeche Zollverein, Essen, 2010, Gruppe) ● E.D.S.A., Leipzig (Fotografie seit 1839, Museum der bildenden Künste Leipzig, 2011, Gruppe) ● Ökoton (Photography Calling!, Sprengel Museum Hannover, 2011, Gruppe) ● unseen aspects of a city (Galerie Barbara Wien, Berlin, 2013/2014, Solo) ● Der rheinisch-westfälische Landbote (SCHWARZ [ˈʃvaʁʦ], Museum unter Tage, Bochum, 2018, Gruppe) ● Selbst I, Selbst II, der grosse Anspruch des kleinen Bildes (Galerie Barbara Wien, Berlin, 2018/2019, Gruppe).

Weiteres

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