HfG Ulm: Exhibition Fever

HfG-Archiv Ulm, Museum Ulm: 1. Mai bis 19. September 2021
Bauhaus Dessau: 15. Oktober 2021 bis 6. März 2022
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Kuratiert von Viktoria Heinrich, Christopher Haaf und Linus Rapp in Zusammenarbeit mit Thomas Hensel, Martin Mäntele und Steffen Siegel.
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Erstmals wird mit der Ausstellung »HfG Ulm: Ausstellungsfieber« der die Geschichte der HfG Ulm prägende Zusammenhang von Design und Ausstellungen ausführlich thematisiert. Die Präsentation ermöglicht einen neuen Blick auf die Designhochschule im internationalen Kontext. Im Mittelpunkt steht dabei die Ausstellungstätigkeit der HfG, die wesentlich zu ihrer weltweiten Wahrnehmung beitrug. Die zahlreichen Schul- und Auftragsausstellungen, die zwischen 1953 und 1968 von der HfG konzipiert und im In- und Ausland präsentiert wurden, finden dabei besondere Beachtung. An der HfG nutzte man neben hochschulinternen Ausstellungen aber auch Messeauftritte großer Firmen — zum Beispiel für Braun, BASF oder SONOR — als Experimentierfeld, um Ausstellungssysteme zu konstruieren und zu testen. Industriell gefertigte Messe- und Ausstellungssysteme etablierten sich in den 1960er Jahren zum Standard, die Ausstellungen der HfG tragen einen wichtigen Teil zu dieser Entwicklung bei.
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Unveröffentlichte Quellentexte und historisches Material, darunter Ausstellungsstände, Systementwürfe sowie Fotografien, werden in der Ausstellung diese Entwurfs- und Ausstellungspraxis veranschaulichen. Ein von den Projektleitern herausgegebener und die beiden Monografien begleitender Materialband wird dabei wichtige Text- und Bildquellen erstmals überhaupt öffentlich zugänglichen machen. Begleitet sind sie von einem umfassenden Glossar, das dieses faszinierende Material aufschließen hilft.
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Die Ausstellung bildet den Abschluss des von der VolkswagenStiftung geförderten vierjährigen Forschungsprojekts »Gestaltung ausstellen. Die Sichtbarkeit der HfG Ulm«, das vom HfG-Archiv Ulm, von der Hochschule Pforzheim und der Folkwang Universität der Künste Essen gemeinsam getragen wurde.
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Im Herbst 2021 erscheinen bei Spector Books Leipzig drei Bücher, die neben den Forschungsergebnissen auch die Ausstellung umfassend dokumentieren werden.