Magdalena Vukovic



Muster finden
Modefotografie der Wiener Werkstätte


Während das Anlegen eines Fotoalbums heute eine schwindende Praxis darstellt, war sie in den 1920er und 1930er Jahren gesellschaftlich weit verbreitet. Auch Künstler*innen nutzten das Fotoalbum als Ausdrucksmedium. In meinem Dissertationsprojekt möchte ich untersuchen, welche Funktionen das Album für diese Personengruppe einnahm und wie die Verwendung im persönlichen und werkbezogenen Kontext charakterisiert werden kann. Ausgangspunkt sind Fotoalben von Schüler*innen der Kunstschulen Staatliches Bauhaus und der Burg Giebichenstein Halle (Saale). Im Vordergrund der Analyse steht die Montage des Materials in den Alben, insbesondere die Gestaltung der Doppelseite. Diese medienspezifische Ordnungs- und Zeigeform wird in ihrer dispositiven Funktionsweise und im Kontext der avantgardistischen Ästhetik der 1920er und 1930er Jahre analysiert. Zudem sollen durch den Vergleich mit zeitgenössischen Gestaltungsmedien wie Zeitschriften und Büchern die spezifischen Eigenschaften des Fotoalbums herausgestellt werden. 


Projektbezogene Publikationen
Tanz der Hände. Tilly Losch und Hedy Pfundmayr in Fotografien 1920–1935, Wien 2013 (als Hg., gemeinsam mit Monika Faber) ● Porträts der Entwurzelung: d’Oras Fotografien in österreichischen Flüchtlingslager 1946–1949, Wien 2017 (als Hg.) ● Machen Sie mich schön, Madame d’Ora! Dora Kallmus, Fotografin in Wien und Paris 1907–1957, Wien 2017 (als Hg., gemeinsam Monika Faber und Esther Ruelfs) ● „Im Dienst der Rassenfrage“. Anna Koppitz’ Fotografien für Reichsminister R. Walther Darré, Wien 2017 (als Hg.) ● „Serving Racial Politics“. Anna Koppitz’s Photographs for Reich Minister R. Walther Darré, Wien 2018 (als Hg.).

Bearbeitungsbeginn
2018

Kontakt
m.vukovic@bonartes.org