Paul Mellenthin



Fotografie im Dienst des Deutsch-Französischen Kriegs 1870/71

Das Dissertationsprojekt dokumentiert die Bild- und Fotografiegeschichte des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 und der Pariser Kommune aus deutscher und französischer Perspektive. Unmittelbar nach den Ereignissen reisen Fotografen zu den Schauplätzen. Die Fotografie liefert der Berichterstattung aktuelle Bilder, die zur Vervielfältigung in Stiche übersetzt werden. Eine Zensur verbietet in Frankreich all jene Werke, die sich auf die konkreten Ereignisse beziehen. Lediglich „künstlerische“ Fotografien dürfen verbreitet werden. Die Ruine avanciert zum zentralen Bildmotiv. Paris wird als romantische Ruinenlandschaft als Reiseziel von Tourismus-Pionier Thomas Cook neu entdeckt. Maler stellen die Schauplätze der bürgerlichen Revolution  als bourgeoise Freizeitorte dar. Das Projekt untersucht die Stellung der Fotografie im Deutsch-Französischen Krieg und bietet erstmals eine Übersicht zur umfassenden Bildproduktion an.


Projektbezogene Publikationen
„C’est terrible, mais c’est beau!“. Photographien nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71. In: Paul Mellenthin, Ulrich Pohlmann (Hg.): Adolphe Braun. Ein Photographieunternehmen und die Bildkünste im 19. Jahrhundert, München 2017, S. 255–281.

Bearbeitungsbeginn
2016

Co-Tutelle
Mit Prof. Dr. Andreas Beyer (Universität Basel)

Förderung
Gefördert durch die Graduate School eikones – Zentrum für die Theorie und Geschichte des Bildes.

Kontakt
paul.mellenthin@unibas.ch